Geschichte zum Anfassen

Jeder erinnert sich gern daran, als unsere Eltern und Großeltern Geschichten aus ihrem Leben  vorgelesen und erzählt haben. Was die schon alles erlebt haben und was die alles wissen, ist unglaublich.

Der Epochenunterricht zum Thema DDR war wie geschaffen dafür, die gute alte Tradition des „Geschichtenerzählens“ wieder aufleben zu lassen. Von den alten Zeiten konnten nicht nur unsere Eltern, sondern auch Lehrer und andere sogenannte „Zeitzeugen“ berichten. Der in Hannover geborene Herr Thomas Raufeisen war so ein Zeitzeuge, der als Sohn eines „Kundschafter des Friedens“- besser gesagt eines Spions- mit seinen Eltern und einem Bruder  in die DDR flüchten musste, weil sein Vater in seiner Spionagetätigkeit  entlarvt wurde.  Der 16jährige Thomas wollte natürlich zurück nach Hannover, zurück zu seinen Freunden, Bekannten, zurück in seine Schule. Der Regierung der DDR passte dieses Ansinnen nicht. Th. Raufeisen und seine Eltern  wurden rechtskräftig verurteilt und mussten für viele Jahre in den Stasiknast.

Die Gedenkstätte Hohenschönhausen- eben so einen Stasiknast – konnten wir übrigens besichtigen.

Eine weitere Exkursion führte uns schließlich in das DDR Museum nach Berlin und an einen Kontrollpunkt der ehemaligen  innerdeutschen Grenze, den Checkpoint Charlie.

Ein weiterer Höhepunkt war die besondere Schulstunde, die der Kurs darstellendes Spiel vorbereitet hatte. Hier konnten wir einen amüsanten Einblick in das Schulleben der DDR gewinnen. Auf sehr anschauliche Art und Weise wurden  Themen wie Pionierorganisation, Wahlverhalten in der DDR, Unterricht und Freizeitverhalten in Spielszenen dargeboten und waren so eine gute Diskussionsgrundlage.

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei unseren Eltern, die für eine DDR-Ausstellung so manch interessantes  Exponat beigesteuert haben und bei INISEK – der Initiative Oberschule- für die Bereitstellung von EU-Fördergeldern.

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