Eine Englischstunde der besonderen Art

Wusstet ihr eigentlich, dass vom 8. Bis 15. Oktober 18 die Woche des Sehens war? Aus diesem Anlass besuchte uns am 12.10. der blinde Weltrekordhalter über 5000m, 10000m und im Halbmarathon Henry Wanyoike mit seinem Begleitläufer Paul aus Kenia und seiner Begleiterin und Sehfunktionstherapeutin Petra Oertel-Verweyen, die ihn seit seiner Erblindung mit 19 Jahren in Kenia unterstützt. Bereits einen Tag vorher informierte uns unsere Englischlehrerin über diesen Besuch, so dass wir schon einiges über den erfolgreichen Sportler erfahren konnten. Aufgeregt erwarteten wir unsere Gäste, die von unseren Klassensprechern in unseren Raum geführt wurden.

Eine ganze Stunde lang erfuhren wir Außergewöhnliches aus dem Leben und der sportlichen Karriere von Henry Wanyoike. Da alle nur Englisch sprachen, war das für uns gleichzeitig eine praktische Übung für uns. Einiges verstanden wir, deshalb  waren wir auch sehr froh, dass wir vieles auch von Frau Oertel-Verweyen übersetzt bekamen.

Wir hörten, wie es zu Henry Wanyoikes Erblindung kam, wie er danach nicht aufgegeben hat und von vielen Menschen unterstützt wurde, wie seine Läuferkarriere begann und er weltbekannt wurde und wie er jetzt viele arme und sehkranke Kinder und deren Familien unterstützt, damit sie lernen können und ihre Ziele erreichen.

Das betonte Henry Wanyoike immer wieder: Wir sollen unsere Eltern und Lehrer achten, weil sie uns auf unserem Weg helfen, wir sollen unser Leben und unsere Möglichkeiten hier wertschätzen, weil es so für andere nicht selbstverständlich ist, und wir sollen nie aufgeben, weil wir alles schaffen können, wenn wir es nur wollen.

Am Ende stellten wir sogar ein paar Fragen und es entstand eine kleine lockere Gesprächsrunde. Zum Abschluss gab es noch ein Klassenfoto und einigen von uns fiel noch ein, sich Autogramme geben zu lassen. Bis in die Pause hinein gab es dann noch einige persönliche Wortwechsel zwischen Mitschülern und den Gästen. Und dann hieß es Abschied nehmen, weil auch noch andere Klassen auf Henry Wanyoike und seine Begleiter warteten.

Vielen Dank auch an Herrn Saremba, der uns dieses Erlebnis organisiert hat.

 

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c

Landtag live erleben – Politiker für einen Tag

Am 3. September diesen Jahres machte sich eine Delegation an Politik interessierter  Schülerinnen und Schüler unserer 10. Klassen auf nach Potsdam in den Landtag. Dort nahmen sie an einem Politik- Jeopardy teil, welches sich um Fragen bezüglich Brandenburg, Deutschland und die EU drehte. Die vorher gebildeten Gruppen, die dann gegeneinander antraten, erwiesen sich hierbei als ehrgeizig und wiesen gutes Fachwissen auf. Vor dem Mittagessen wurde der Exkursionsgruppe noch der Plenarsaal gezeigt und einige Details erklärt. Dieser sollte noch am Nachmittag eine große Rolle spielen.

Schließlich sollte hier das Highlight des Tages stattfinden: Eine simulierte Plenardebatte des Landtages zu eigens ausgewählten Themen. Hier zeigten sich unsere Zehntklässler als faire und differenziert diskutierende Vertreter verschiedener Meinungen, die aus ihren Parteien heraus Themen wie die Fragen nach einem veränderten Lehrplan per Mehrheitsbeschluss zu einem tragfähigen Gesetzesentwurf führten.

Am Ende fuhren alle wieder nach Hause und freuten sich über einen gelungenen und informationsreichen Ausflug in die Welt der Politik.

 

„Museum zum Anfassen“

Im September lag im Eberswalder Hafen an der Stadtschleuse wieder das Wunderkammerschiff vor Anker. Dabei handelt es sich um eine Art „mobiles Museum“, welches seine Ausstellungsstücke für die Kinder entlang der Berliner und Brandenburger Wasserstraßen präsentiert.

Die Klassen 5b und 5c hatten die Möglichkeit, im Rahmen eines dreitägigen Projektes noch weitaus mehr zu erkunden, als nur die Ausstellungsstücke im Wunderkammerschiff. Zunächst wurde ihnen auf dem Schiff verdeutlicht, was Menschen schon seit Jahrhunderten sammeln, anschließend ging es in das Eberswalder Museum, um zu sehen, was in Eberswalde bereits an gesammelten Schätzen

zusammen getragen wurde. Spektakulär ist vor allem der Eberswalder Goldschatz.

Nun ging es daran, einen eigenen Schatz auszustellen, aber wo sollte dieser her kommen? Also „vergoldeten“ die Kinder Steine und präsentierten diese zunächst an den unterschiedlichsten historischen Sehenswürdigkeiten in Eberswalde. Dabei lernten die Kinder wiederum auch ihre Stadt noch etwas besser kennen. Höhepunkt war dann am letzten Projekttag die Präsentation des Goldschatzes der Kinder im Eberswalder Museum…welcher dieser Schätze war nun der Echte, oder ist gar keiner der Ausstellungsstücke im Museum ein „wahrer Goldschatz“ ?

„SOKO“ Wald

Im September wurden die Schüler der Klasse 5b zu „Sonderermittlern“ und waren auf der Suche nach Spuren des Waldes in Eberswalde. Dafür wurden sie speziell von einer Mitarbeiterin des Stiftung „Deutscher Wald“ ausgebildet. Zunächst mussten die Kinder lernen, all ihre Sinne zu schärfen, anschließend wurden sie auf die Spurensuche im Umfeld der Schule geschickt. Und sie wurden fündig, ausgerüstet mit all ihren Sinnen und einem Fotoapparat waren sie unterwegs, die Spuren der Wälder aller Herren Länder ausfindig zu machen, nicht nur Holz, auch Kautschuk, Nüsse, Kräuter und viele andere Produkte haben die Kinder entdeckt.

Anschließend wurde besprochen, warum der Schutz der Wälder so wichtig ist, nicht nur in Eberswalde, auch weltweit.

Unsere Rezitatoren waren dabei!

Schon im März erhielten wir die Einladung der Grundschule Finow, am 2. Rezitatorenwettbewerb der Eberswalder Grundschulen teilzunehmen. Je ein Teilnehmer aus den Jahrgängen 3 bis 6 durfte nominiert werden. Natürlich sagten wir sofort zu, wussten wir doch vom letzten Jahr, dass diese Veranstaltung bei allen Teilnehmern einen bleibenden Eindruck hinterlassen würde. In allen Klassen wurde fleißig nach passenden Gedichten gesucht, die dem Wettbewerb standhalten würden, und schließlich auch gelernt. Thema und Länge waren frei wählbar. Nachdem in den Klassen und später in den Jahrgängen Ausscheide durchgeführt wurden, standen die Schulsieger fest: Finn Diego, Leni, Özkan und Vina.

Am 16. Mai war es dann soweit. Unsere vier Teilnehmer fuhren zum Austragungsort und wurden in der schön geschmückten Aula herzlich empfangen. Pünktlich um 15:00 Uhr ging es los. Finn durfte den Wettbewerb mit seinem Gedicht „Herr Winter geh hinter!“ von Christian Morgenstern eröffnen. Nacheinander traten die kleinen und großen Rezitatoren aus vier Eberswalder Grundschulen auf, bis Vina die Runde mit ihrem Gedicht „Loreley“ von Heine abschloss.  Mittendrin gaben Leni und Özkan neben den anderen Kandidaten ihre Gedichte „Frühling“ von Anette von Droste-Hülshoff und „Der März“ von Erich Kästner zum Besten. Die Konkurrenz war sehr stark. Viele Kinder trugen Balladen vor, deren Handlungen man besonders gut theatralisch rezitieren konnte. Aber nichts desto trotz konnten sich unsere Vier durchaus sehen lassen. Der Beifall des Publikums, das zum größten Teil aus Familienangehörigen der Teilnehmer bestand, war nach jedem Beitrag stürmisch.

Während die Jury die schwere Aufgabe hatte, die Sieger der einzelnen Klassenstufen zu ermitteln, begeisterten der Finower Grundschulchor und die Theatergruppe das Publikum mit erfrischenden Liedern und einem Stück über Toleranz und Akzeptanz.

Schließlich wurden die Platzierungen, die mit Buchpreisen und Gutscheinen verbunden waren, bekannt gegeben. Die Goethe-Kinder belegten die Plätze 3 bzw. 4. Aber das war kein Grund zur Betrübnis, denn letztendlich waren alle Kinder Gewinner und hatten Spaß, wir die Moderatorin Frau Reinhardt betonte.

Im nächsten Jahr ist unsere Schule sicher wieder dabei. Und mal sehen, vielleicht können wir dann auch vordere Plätze belegen. Wir werden vorbereitet sein!

S. Schulz

 

Mit dem Leseraben unterwegs

Auf eine besondere Reise ging es für die Schüler der Klasse 2M der Johann Wolfgang von Goethe Schule. Ziel war die Stadtbibliothek Eberswalde.

Seit dem ersten Schultag erlernen alle Schüler das Lesen. Zuerst wurden Buchstaben zu Silben, später zu kleinen Wörtern. In diesem Schuljahr geht es noch mehr um das flüssige und betonte Lesen von größeren Texten auch schon in Kinderbüchern. Dabei unterstützt werden alle von ihren Eltern und „Antolin“. Dieses Computerprogramm regt die Schüler an, viel und abwechslungsreich zu lesen. In einem vorgegebenen Quiz müssen passende Fragen dazu beantwortet werden und dann Punkte erworben. Am Ende des Schuljahres erhält man eine Urkunde als Belohnung.

Diesem Leseraben „Antolin“ begegneten die Schüler dann in der Bibliothek der Stadt in Handpuppenform wieder. Alle wurden an der Anmeldung von ihm begrüßt und von einer Mitarbeiterin durch die Räumlichkeiten geführt. Besonders in der Abteilung der Sachbücher hielten sich die Kinder gern auf und stellten interessante Fragen. Höhepunkt des Bibliothekbesuches war eine kurze Buchlesung. „Pippliothek“ hat allen sehr gut gefallen und kann nun bei „Antolin“ eingegeben werden. Zum Abschluss führte uns der Leserabe nochmals an den Startpunkt. Dort erhielten alle ein Anmeldeformular. Langjährige Bibliotheksgänger aus der Klasse zeigten, wie die elektronische Karte zur An- und Abmeldung genutzt werden kann.

Nun reisen alle Kinder in den Büchern weiter…

 

  1. Kosin (Klassenlehrerin)

Oh es riecht gut

Backtag in der 5B

In der Vorweihnachtszeit ist es schon lange Tradition, dass in den Grundschulklassen zusammen Plätzchen gebacken werden.  In diesem Jahr haben wir unsere Klassenlehrerin Frau Schulz davon überzeugt, dass sie mit uns auch in die Backstube geht. Nach ihren eigenen Worten hat sie sich noch nie an dieses Unterfangen herangewagt. Aber unsere Eltern haben ein gutes Wort für uns eingelegt und versprochen, tatkräftig zu helfen. So war es dann auch. 4 Muttis und ein Papa buken am 14.12.17 vier Stunden lang mit uns Plätzchen nach ihren Rezepten. Für die Zutaten haben wir vorher gesorgt. Frau Schulz brauchte sich nur ums Basteln kümmern. Aber auch da hatte sie tatkräftige Unterstützung von einer unserer Omis, die viel Bastelerfahrung durch ihre Tätigkeit in einer Kita hat. Mit ihrer Bastelidee begeisterte sie uns sehr.  So hatte unsere Lehrerin viel Zeit, unsere Backkünste und Verzierungskreationen zu bewundern. Natürlich durfte sie auch kosten wie jeder von uns. Zum Dank dafür, dass wir diese Stunden haben durften, haben wir für Frau Schulz eine Katze gebacken, worüber sie sich als Katzennärrin sehr, sehr gefreut hat.
Da wir nun gefühlte Tonnen an Plätzchen hatten, packte sich jeder ein Beutelchen für zu Hause voll. Für die nächsten Tage in der Schule war noch eine große Schüssel übrig, deren Inhalt wir bis zum Weihnachtsferienbeginn verputzten. Hoffentlich wiederholen wir die Backaktion im nächsten Jahr.

Wir bedanken uns bei allen erwachsenen Helfern, die uns den Tag in der Küche ermöglicht haben.

die Mädchen und Jungen der Klasse 5B

Lesegenuss

Von Fear Street bis Gregs Tagebuch – Lesegenuss beim Vorlesewettbwerb

Die Geschichte über eine Mutprobe hat beim diesjährigen Vorlesewettbewerb der 6. Klassen am 5.12.2017 an der Goethe-Schule zum Schulsiegertitel geführt. Ausdrucksvoll und der Stimmung angemessen vorgelesen bescherte die Lesestelle allen Zuhörern (Kinder aus den Klassen 4 bis 6) eine Gänsehaut. Sie stammte aus R.L. Stines Reihe Fear Street (Die Mutprobe)und wurde von Vina präsentiert. Neben ihr kämpften auch 5 weitere Mädchen und Jungen der 6. Klassen um den Titel. Aus Büchern verschiedenster Themenbereiche lasen sie gut vorbereitete Stellen vor. Der fremde Text aus dem Buch „Die Kurzhosengang“ war da schon eine Herausforderung für die Teilnehmer. Es war gar nicht so einfach, einen unbekannten Text ansprechend und vor allem flüssig vorzutragen. Aber alle haben sich gut geschlagen und am Ende stand für die 6köpfige Jury (Frau Still, Frau Raphael, Frau Donath, Frau Sydow und Anna und Lea Celine aus der 9a) die Siegerin eindeutig fest. Vina darf ihre Lesekünste nun im Januar während des Regionalausscheids erneut unter Beweis stellen. Wir wünschen ihr dafür viel Erfolg.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei der Buchhandlung Puppe-Mahler, die verschiedenste Bücher und andere hübsche Dinge als Preise für die Leser sponserte. Mit Begeisterung nahmen sie ihre Geschenke und Urkunden in Empfang.

Reise in die Welt der Bücher

Projekttag zum Bundesweiten Vorlesetag an der Goetheschule

Wie schon viele Jahre zuvor fand anlässlich des Bundesweiten Vorlesetages an unserer Schule ein Projekttag rund ums Thema Lesen statt. Ein Höhepunkt waren die etwa einstündigen Vorleserunden in der Buchhandlung Mahler, in den Räumen der Sparkasse und in der Stadtbibliothek, die liebevoll von Frau Puppe-Mahler organisiert worden waren. Jede Klasse erlebte ein anderes Abenteuer, das in der Schule weiter erlesen werden kann, denn die Bücher, aus denen vorgelesen wurde, durften die Kinder behalten. Das ist nicht selbstverständlich. Wir wollen uns an dieser Stelle von ganzem Herzen bei Frau Puppe- Mahler für die Bereitstellung der Bücher, die Organisation der Vorleser und die Eintaktung aller Klassen unserer Schule in die Vorleseaktion bedanken. Damit hat auch sie zu einem besonderen Schulvormittag beigetragen. Die kleinen Aufmerksamkeiten der beteiligten Institutionen für jedes Kind taten ihr Übriges.
Unser nächster Höhepunkt zum Thema Lesen wird der Vorlesewettbewerb unserer 6. Klassen sein, zu dem Frau Puppe- Mahler regelmäßig Bücher als Preise zur Verfügung stellt, die bei den Teilnehmern immer sehr begehrt sind. Auch dafür herzlichen Dank.

Die Kinder und Lehrkräfte der Primarstufe der Goetheschule

Geschichte zum Anfassen

Jeder erinnert sich gern daran, als unsere Eltern und Großeltern Geschichten aus ihrem Leben  vorgelesen und erzählt haben. Was die schon alles erlebt haben und was die alles wissen, ist unglaublich.

Der Epochenunterricht zum Thema DDR war wie geschaffen dafür, die gute alte Tradition des „Geschichtenerzählens“ wieder aufleben zu lassen. Von den alten Zeiten konnten nicht nur unsere Eltern, sondern auch Lehrer und andere sogenannte „Zeitzeugen“ berichten. Der in Hannover geborene Herr Thomas Raufeisen war so ein Zeitzeuge, der als Sohn eines „Kundschafter des Friedens“- besser gesagt eines Spions- mit seinen Eltern und einem Bruder  in die DDR flüchten musste, weil sein Vater in seiner Spionagetätigkeit  entlarvt wurde.  Der 16jährige Thomas wollte natürlich zurück nach Hannover, zurück zu seinen Freunden, Bekannten, zurück in seine Schule. Der Regierung der DDR passte dieses Ansinnen nicht. Th. Raufeisen und seine Eltern  wurden rechtskräftig verurteilt und mussten für viele Jahre in den Stasiknast.

Die Gedenkstätte Hohenschönhausen- eben so einen Stasiknast – konnten wir übrigens besichtigen.

Eine weitere Exkursion führte uns schließlich in das DDR Museum nach Berlin und an einen Kontrollpunkt der ehemaligen  innerdeutschen Grenze, den Checkpoint Charlie.

Ein weiterer Höhepunkt war die besondere Schulstunde, die der Kurs darstellendes Spiel vorbereitet hatte. Hier konnten wir einen amüsanten Einblick in das Schulleben der DDR gewinnen. Auf sehr anschauliche Art und Weise wurden  Themen wie Pionierorganisation, Wahlverhalten in der DDR, Unterricht und Freizeitverhalten in Spielszenen dargeboten und waren so eine gute Diskussionsgrundlage.

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei unseren Eltern, die für eine DDR-Ausstellung so manch interessantes  Exponat beigesteuert haben und bei INISEK – der Initiative Oberschule- für die Bereitstellung von EU-Fördergeldern.